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Narkolepsie-Assistenzhund

Narkolepsie oder auch Schlafkrankheit – was ist das?

 

Narkolepsie ist eine chronische, neurologische Erkrankung, die vermutlich auf einen Mangel des Botenstoffes Hypocretin im Gehirn zurückzuführen ist. Dieser spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Schlaf-Wach-Verhaltens. Typisch für fast alle Narkolepsie-Patienten ist, dass sie von einer mehr oder weniger schweren Tagesschläfrigkeit geplagt werden. Im Extremfall kommt es zu sogenannten imperativen Einschlafattacken, gegen die sich der Betroffene nicht zur Wehr setzen kann. Passieren kann dies auch in ungewöhnlichen Situationen, etwa beim Essen oder Autofahren.

Ein solcher Schlafanfall kann eine Minute aber auch bis zu einer Stunde andauern. Wird ein Narkoleptiker frühzeitig aus einem Schlafanfall geweckt, kann es passieren, dass er kurz darauf wieder einschläft. Wird dem narkoleptischen Schlafbedürfnis nicht nachgegeben, summiert sich dieses auf – der Betroffene fühlt sich noch müder. Gibt er dem Schlafbedürfnis jedoch nach, fühlt sich der Patient erfrischt und munter, doch nach einiger Zeit kann es zu einer erneuten Schlafattacke kommen.

 

Anzeichen und Symptome

 

Meistens kommt es zu ersten Narkolepsie-Anzeichen zwischen dem 15. und dem 30. Lebensjahr; es können aber auch schon früher oder erst später erste Anzeichen von Narkolepsie auftreten.
Man unterscheidet in der Regel vier Haupt-Symptome der Narkolepsie (auch als narkoleptische Tetrade oder Symptom Komplex bezeichnet).

 

  • Erhöhte Tageschläfrigkeit bis hin zum absoluten Schlafzwang
  • Kataplexien (affektiver Tonusverlust: Verlust der Muskelkontrolle)
  • Abnormer Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Schlafparalyse (Schlaflähmung) mit hypnagogen (schlafbezogene) Halluzinationen

 

Hinzu werden häufig noch die typischen, automatisierten Handlungen gezählt. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass Narkolepsiebetroffene beim Laufen "einschlafen" und dadurch vor ein Auto laufen bzw. auf die Straße fallen.

 

Welche Aufgaben hat ein Narkolepsie-Assistenzhund?

 

  • Seinen Hundeführer vor einer Einschlafattacke warnen durch antrainiertes Anzeigeverhalten (z.B.Pföteln, Bellen)
  • Wecken seines Hundehalters bei akuter Gefahr (z.B. wenn der Herd eingeschaltet ist)
  • Stress verhindern, emotional stabilisieren – körperliche Nähe zu einem Hund führt zur
  • Freisetzung des Glücks- und Bindungshormons Oxytocin und zur Abnahme des Stresshormons Kortisol.
  • an die Medikamenteneinnahme erinnern
  • ggf. Hilfe holen über ein spezielles Notfallsystem
  • abschirmen des Hundehalters (Distanz schaffen zu herannahenden fremden Menschen)
  • Apportieren von verschiedenen Gegenständen (z.B. Handy oder Geldbeutel)
  • herausführen des Hundeführers aus für ihn belastenden Situationen seinen Menschen an eine freie Sitzbank bzw. einen sicheren Platz führen
  • weitere sehr anspruchsvolle Aufgaben!
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